Beatustag – ein Tag der Begegnung, des Feierns und Sinnierens
Bereits zum vierten Mal wurde in feierlicher Atmosphäre der Beatustag begangen. Kurz nach 17 Uhr trafen rund 70 Gäste in der Seminarkapelle ein, um gemeinsam den Festtag mit einem Gottesdienst zu beginnen. Drei Studierende vom Religionspädagogischen Institut waren mit Rafal Lupa, Mitglied der Regentie, mit der Vorbereitung des Gottesdienstes betraut. In einer frohen Art wurde der Hl. Beatus uns vorgestellt, um sich Gedanken zu machen, was die Bedeutung aus heutiger Sicht sein könnte. Mit welchem Drachen kämpfen wir? Im gemeinsamen Beten und Singen waren wir verbunden mit vielen Menschen, die bereits das Seminar besucht haben oder uns als Gönnerin und Gönner unterstützen. Besten Dank dafür.
Im Anschluss an die Liturgie, die musikalisch von Philippe Frey begleitet wurde, konnten wir unseren Festredner begrüssen: Prof. Dr. Joachim Negel von der Universität Fribourg wagte sich mit uns gedanklich an die Aussage: Jetzt geht’s ans Eingemachte: Gott!
Was hat die christliche Botschaft der Welt zu sagen, was diese sich nicht schon selber sagen kann? Seine skizzierten Zugänge aus Kosmologie, Theologie und Anthropologie gaben faszinierende Denkanstösse, wie wir mit der Endlichkeit und Verletzlichkeit des menschlichen Lebens umgehen können. Der Vortrag begann und endete mit einem Gedicht von Ernst Simon, das poetisch einen wichtigen Teil der Auseinandersetzung einfängt:
Ich habe Gottes Stimme nie gehört,
Vielleicht ist sie’s, die aus dem Schlaf mich stört.
Wach ich, verstummt sie; kaum ein Echo blieb.
Dem zog ich nach, wohin’s mich immer trieb.
Der anschliessende Apéro riche liess Zeit, um auszutauschen über das Gehörte, Kontakte zu pflegen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das Ausbildungsteam bedankt sich bei allen ganz herzlich für ihre Verbundenheit mit dem Seminar.
Text: Jeannette Emmenegger, Mentorin und Kathrin Kaufmann-Lang, Mitglied der Regentie
Bilder: Jonas Zemp, Pfarreiseelsorger in Ausbildung


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