Studierendentagung 20./21. Februar in Delémont
Die diesjährige Tagung hatte das Thema: Qualifikationsprofile Religionspädagog:in und Seelsorger:in
„Orientierung und Perspektiven für die vielfältige Arbeitswelt – heute für morgen“
Unsere Bistumsstudierenden werden in Zukunft einer dieser beiden Berufe ausüben. Aus diesem Grund hat sich die Tagung auf die beiden Profile konzentriert, im Wissen darum, dass es in einem Pastoralraumteam einige zusätzliche Berufe braucht. Wir haben gegenseitig unsere Qualifikationsprofile kennengelernt, darüber ausgetauscht, Schnittstellen benannt und Beispiele konkreter Zusammenarbeit nicht nur überlegt, sondern auch aus der Praxis gehört. Dabei wurde uns bewusst, dass wir über die jeweils andere Ausbildung wenig bis nichts wissen. Der stärkste Begegnungsort ist die Studienbegleitung.
Gemischte wie auch homogene Austauschrunden – auf die Ausbildung bezogen – zeigten uns, wie wir die Menschen vor Ort gemeinsam unterstützen und begleiten können. Wie gelingt uns die Verkündigung der Botschaft von Jesus Christus? Wie schaffen wir den Transfer des Gelernten in die Welt, zu den Menschen?
Einen unterhaltsamen Einblick in die Praxis und das Verständnis von Zusammenarbeit in einem Team gab Francesco Marra, Pastoralraumleiter Oberaargau. Er ist überzeugt, dass klare Organigramme, klare Rollen und Aufgaben in dialogischer Form unverzichtbar für einen guten Dienst an den Menschen sind.
In den Gesprächen wurde zudem deutlich, dass jede:r die jeweilige Ausbildung entsprechend seinen Talenten und der Freude an der zukünftigen Tätigkeit gewählt hat. Somit kam das Thema des aktuellen Einblick-Ausblick (Rundbrief des Seminars) wieder ins Bewusstsein: Berufung.
Es hilft auch hier, sich den Unterschied zwischen Beruf und Berufung deutlich zu machen. Ein Beruf verlangt die Ausführung bestimmter Aufgaben, die wir täglich an unserem Arbeitsplatz erledigen. Dabei versuchen wir nach Möglichkeit, Erwartungen zu erfüllen und Ansprüchen gerecht zu werden. Leidenschaft oder Freude an der Sache sind dafür nicht zwingend erforderlich. Der Beruf ist somit vor allem eines – Mittel zum Zweck. Eine Berufung hingegen ist eine Tätigkeit, die uns mit Begeisterung und Leidenschaft erfüllt, oder auch das Arbeiten für ein besonderes Ziel, in dem wir einen höheren Sinn sehen (vgl. Akademie für wissenschaftl. Weiterbildung an der Universität Konstanz).
Ein nächtlicher Fackelgang zur Kapelle Vorbourg, wo wir mit Bischof Felix die Eucharistie feierten, rundete den angeregten Austausch ab. Natürlich kam auch das gemütliche Beisammensein im Anschluss nicht zu kurz. Ein herzliches Dankeschön, allen, die zum Gelingen dieser Tagung beigetragen haben.
Text: Jeannette Emmenegger Mrvik, Mentorin
Bild: Martin Brunner-Artho, Ausbildungsleiter
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