Sommerpause
Das Studienjahr hat Spuren hinterlassen. Körper und Geist haben geleistet. Jetzt sind die Vorlesungen verarbeitet, die Prüfungen zu Ende. Jetzt kommt die Pause. Im September beginnt es wieder.
Was tun in dieser Zeit? Was lassen? Wie bekomme ich einen freien Kopf? Wie finde ich in den inneren Abstand zu dem, was mich im Alltag belastet und unfrei macht? Eine unverplante Zeit für mich oder gemeinsam mit vertrauten Menschen an einem «Andersort» hilft mir dabei immer.
In meinem letzten Urlaub am Meer: Stundenlang am fast leeren Strand nur schauen und lauschen. Immer mehr das Leisere und Unauffälligere wahrnehmen. Steine klingen, wenn die Wellen sie ergreifen und schieben. Das Wasser spricht, gurgelt, plätschert, wenn es am Ufer ausläuft. Der Wind, der über dem Wasser schwebt, kühlt meine Haut und erfrischt. Hinausschwimmen und spüren, wie das Wasser meinen Körper umspielt. In die Weite blicken und tief die Grenzenlosigkeit ein- und ausatmen.
In der Wahrnehmung Resonanz finden für mein inneres Empfinden und in Berührung kommen mit mir selbst, meiner Mitwelt und mit Gott.
Ich wünsche allen eine stärkende Sommerpause!
Sr. Beatrice Kohler, Spiritualin
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