Wie geht synodale Kirche?

Bischof Felix Gmür ist ein regelmässiger Gast in der Studienbegleitung. So auch am vergangenen Dienstag. Dabei hatte er gleich zwei Aufgaben. Im Gottesdienst verlieh er Sarah Gigandet und Marco Nuzzo die Admissio. In der katholischen Kirche ist die Admissio die Aufnahme eines Seminaristen in den Kreis der Kandidaten für die Diakonatsweihe und ggf. später der Priesterweihe. Im Bistum Basel ist sie auf alle ausgeweitet worden und steht für die Aufnahme in den Kreis jener, die in den ständigen Dienst des Bistums treten wollen. Die Admissio markiert in der Regel den Abschluss einer ersten Ausbildungsphase – das Theologiestudium – und ist mit einer liturgischen Feier verbunden.
In der stimmigen und vor allem auch musikalisch sehr schön gestalteten Feier waren einige Studierende besonders aufmerksam. Sie stehen vor dem Studienabschluss und haben sich für die Berufseinführung 2025-27 angemeldet. In ein paar Monaten werden sie selber vor den Bischof treten und erklären: «Ich bin bereit».
Nach dem Essen erzählte Bischof Felix in einer sehr persönlichen Art wie er die Synode in Rom erlebt hat. Aus seinen Worten sprach eine Faszination für diesen synodalen Prozess, der ja erst am Entstehen ist. Synodales Handeln kann aus den vielen kulturell geprägten Hintergründen ganz anders verstanden werden. Gelingt das Zuhören, können sich auch scheinbar widersprechende Vorstellungen bereichern. Voraussetzung ist allerdings, dass man auch wagt, seine eigenen Bilder zu hinterfragen. Dann ergeben sich manchmal überraschende Einsichten. Sehr positiv erlebte Bischof Felix die Anwesenheit von Vertreter:innen von unierten und anderen Kirchen. Sie vermittelten eine wohltuende Aussensicht. Bischof Felix jedenfalls kam bestärkt und motiviert aus Rom zurück, auch wenn sich Mühlen dort oft langsam drehen, doch stehen geblieben sind sie nicht.
Bild: Bischof Felix Gmür mit Sarah Gigandet und Marco Nuzzo sowie dem Ausbildungsteam (Joseph Kalamba war krankheitshalber abwesend).
Foto: Ombretta Nuzzo
Text: Martin Brunner-Artho
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